Ayous und Fraké: Unterschiede & Gemeinsamkeiten im Überblick
Ayous und Fraké sind beliebte Holzarten für die Herstellung von Holzfassadenverkleidungen. Ayous wird auch als Abachi bezeichnet, und Fraké ist auch als Limba bekannt. Beide sind Beispiele für thermisch modifiziertes Holz.
Ayous und Fraké sind zwei verschiedene Holzarten. Sie haben viele Gemeinsamkeiten, aber es gibt auch einige Unterschiede. In diesem Expertenartikel erläutern wir die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede, um Ihnen bei der Auswahl der richtigen Produkte zu helfen.
Gemeinsamkeiten von Ayous und Fraké
Preis: Es gibt einen gewissen Unterschied im Preis, jedoch keinen großen. Andere Holzarten wie Red Cedar und Padouk sind in den letzten Jahren deutlich teurer geworden. Thermisch modifiziertes Holz hingegen ist preislich relativ stabil geblieben.
Beide Holzarten stammen aus Afrika und sind schnell wachsende Laubbaumarten mit harten Eigenschaften. In der Regel werden sowohl Ayous als auch Fraké als thermisch modifiziertes Holz angeboten. Vor der Modifikation sind sie sehr hell, fast weiß, und wenig dauerhaft. Durch die thermische Behandlung erreichen sie jedoch die Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2, was einer Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren oder mehr entspricht.
Farbe: Durch die Modifikation erhalten beide Holzarten eine goldbraune Farbgebung.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Ayous und Fraké
Fraké ist nach der thermischen Behandlung etwas härter und schwerer als Ayous.
Im Preis liegt Fraké etwa 10–15 % höher: Ayous kostet derzeit rund 75 € pro m² (zzgl. MwSt.), Fraké etwa 85 € pro m².
Fraké weist eine deutlich ausgeprägtere Maserung auf, wodurch Fassaden ein etwas lebhafteres und dunkleres Erscheinungsbild erhalten.
Ayous ist hingegen einfacher in den gewünschten Abmessungen erhältlich. Wir führen einen großen Vorrat an Ayous, was den bedarfsgerechten Einkauf ermöglicht. Das bedeutet, dass genau die benötigte Anzahl an Brettern und Längen bestellt werden kann. Fraké hingegen wird meist projektbezogen eingekauft, wodurch die Flexibilität etwas geringer ist. Es kann vorkommen, dass man etwas mehr abnehmen muss als benötigt oder dass die verfügbaren Längen nicht exakt den gewünschten entsprechen.
Andere thermisch modifizierte Holzarten
Neben Fraké und Ayous werden auch andere Holzarten thermisch modifiziert. Die gebräuchlichsten haben wir im folgenden Überblick zusammengestellt, jeweils mit ihren markantesten Eigenschaften.
Thermo-Kiefer / Fichte:
Auch gewöhnliches Fichtenholz wird häufig thermisch modifiziert eingesetzt. Die Struktur und die Astlöcher bleiben dabei deutlich sichtbar, was dem Holz ein lebendiges Erscheinungsbild verleiht und der Fassade ein intensiveres, rustikaleres Aussehen gibt. Dieses Holz stammt meist aus Skandinavien und ist dadurch eine preisgünstigere Alternative.
Thermo-Radiata Pine:
Radiata Pine ist ein Nadelholz, das sich durch seine auffällige Flammenzeichnung auszeichnet. Es ist nahezu fehlerfrei und daher auch für Plattenwerkstoffe und Fassaden sehr gefragt. Diese Holzart stammt aus Neuseeland und legt somit einen weiten Weg zurück, bevor sie hier thermisch modifiziert wird. Auch das bekannte Accoya-Holz wird aus Radiata Pine hergestellt – wegen seiner hervorragenden Eigenschaften.
Thermo-Pappel:
Wie Kiefer und Fichte stammt auch Pappel aus regionalen Beständen. Sie wird in Plantagenwäldern in Frankreich und Deutschland angebaut. Die Pappel ist eine sehr schnell wachsende Holzart, die man häufig entlang von Straßen und in niederländischen Polderlandschaften findet. Das Holz ist nahezu weiß und weist meist gerade Stämme auf, was es besonders gut für die thermische Modifikation geeignet macht.
Thermo-Esche:
Ebenfalls eine europäische Holzart, meist nur in kurzen Längen erhältlich. Sie hat eine auffallend schöne Maserung, die auch nach der Modifikation erhalten bleibt. Da das Holz auch nach der Behandlung hart bleibt, eignet es sich nicht nur für Fassadenverkleidungen, sondern auch hervorragend für Terrassendielen und andere Anwendungen.