Brandklasse von Holzfassaden
Beim Einsatz von Holzfassaden in Bauprojekten ist die Einhaltung der richtigen Brandklasse ein wesentliches Kriterium.
Die Gesetzgebung zu Brandklassen wurde verschärft, was Auswirkungen auf die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Holzarten, Profile und Oberflächen hat. Darüber hinaus bleibt die Brandsicherheit bei Fassadenkonstruktionen ein wichtiger Aspekt, den Sie als Auftraggeber oder Hauseigentümer sorgfältig berücksichtigen sollten.
Alte Gesetzgebung: EN 14915 Tabelle 1
Nach der früheren Regelung fiel Holz unter die europäische Norm EN 14915, Tabelle 1, wobei „Classified Without Further Testing“ (CWFT) angewendet wurde.
Das bedeutete, dass Holzprodukte automatisch die Klassifizierung D-s2,d0 erhielten, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt waren, wie zum Beispiel:
- Mindeststärke
- Luftspaltgröße
- Art des Untergrunds
Die Norm bezog sich auf behandeltes, unbehandeltes und speziell behandeltes Holz. Dazu zählen auch thermisch oder chemisch modifiziertes Holz sowie Produkte mit Fingerzinkenverbindung oder verleimte Holzprodukte.
Neue Gesetzgebung: Strengere Definitionen
Die neuen Vorschriften verschärfen die Anforderungen, insbesondere durch eine detailliertere Definition von „Holz, das nicht beschichtet ist und keinerlei Behandlung (physikalisch, chemisch, Imprägnierung oder andere) erfahren hat“.
Erfüllt ein Holzprodukt diese Bedingungen der Definition und Tabelle 1 nicht, bedeutet dies, dass zusätzliche Brandtests erforderlich sind oder dass eine getestete Holzart und Oberflächenbehandlung gewählt werden muss, die den Brandanforderungen entspricht.
Unbehandeltes Holz mit den Brandklassen D-s2,d0 und B-s1,d0
Unsere beliebten thermisch behandelten Holzarten wie Ayous, Fraké, Radiata Pine, Esche, Fichte, Kiefer usw. wurden unbehandelt getestet, und die meisten haben mindestens die Brandklasse D-s2,d0 erreicht.
Auch die leichte Holzart Western Red Cedar kann durch spezielle Profilierung in der Brandklasse D-s2,d0 geliefert werden.
Darüber hinaus bietet Housewood das ForestLine-Sortiment an, wodurch verschiedene unbehandelte Holzarten sogar in der Brandklasse B-s1,d0 verfügbar sind.
Behandeltes Holz mit den Brandklassen D-s2,d0 und B-s1,d0
Wenn eine behandelte Ausführung gewählt wird, also mit einem Farbsystem (deckend, halbtransparent, Vorvergrauer etc.), kann das Endprodukt inklusive dieses Farbsystems sowohl mit der Brandklasse D-s2,d0 als auch B-s1,d0 geliefert werden.
Wie man die neuen Vorschriften einhält
1. Unbehandelte Holzarten, die den Definitionen und Kriterien entsprechen
Einige Holzarten erfüllen von Natur aus die erforderliche Brandklasse D-s2,d0 oder besser, ohne dass eine zusätzliche Behandlung erforderlich ist. Dies sind die Holzarten, die den neuen Definitionen und Kriterien aus Tabelle 1 entsprechen.
Beispiele für Holzarten, die unbehandelt die Klasse D erfüllen:
- Thermo Fraké
- Thermo Fichte
- Thermo Esche
- Padouk
- Thermo Radiata Pine
- Iroko
- Accoya
- Western Red Cedar
Beispiele für Holzarten, die unbehandelt die Klasse D nicht erfüllen:
- Thermo Ayous
- Accoya
Achtung: Die Brandklasse kann je nach Profilierung variieren, und auch ein offenes oder geschlossenes System wirkt sich darauf aus. Kontaktieren Sie uns, um zu bestimmen, welche Lösung in Ihrer gewünschten Situation zutrifft.
2. Housewood in Zusammenarbeit mit ForestLines
Housewood ist zudem Vertriebspartner von ForestLines, wo eine große Auswahl an Holzarten verfügbar ist, die den geforderten Brandklassen entsprechen.
Alle diese Holzarten wurden getestet und verfügen über die entsprechenden Prüfberichte. Häufig werden auch weniger bekannte Holzarten verwendet, was zusätzlich zu einer sehr hohen ökologischen Bewertung beiträgt.
Afbeelding: Forestlines Padouk voldoet onbehandeld aan Brandklasse B
3. Holzarten auf Brandklasse D oder B behandeln
In Fällen, in denen eine Holzart von Natur aus nicht die Brandklasse D-s2,d0 oder B-s1,d0 erfüllt, kann sie durch brandhemmende Behandlungen dennoch auf diese Klassifizierung gebracht werden. Housewood berät Sie gerne zu den besten Behandlungsmöglichkeiten und sorgt für die erforderliche Zertifizierung.
Sie haben dabei drei Optionen:
- Behandlung mit Farbe
- Behandlung mit Vorvergrauer
- Behandlung bei Farberhalt
Fordern Sie ein Angebot an, und wir beraten Sie gerne.
4. Verwendung von Holzarten, die nicht den Kriterien und Definitionen entsprechen, nach Tests aber dennoch die Brandklasse erreichen
Einige Holzarten sind zum Beispiel zu leicht und erreichen daher zunächst nicht die geforderte Brandklassifizierung. Durch das Hobeln bestimmter Holzarten zu innovativen Profilen können selbst leichtere Hölzer in der Brandklasse D-s2,d0 angeboten werden. Ein Beispiel hierfür ist die beliebte Holzart Western Red Cedar.
Abschluss
Durch die verschärften Vorschriften zu Brandklassen ist es wichtig, auf die gewählte Holzart und Oberflächenbehandlung zu achten. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, alle Anforderungen für Holzfassaden einzuhalten.
Bei Housewood bieten wir ein umfangreiches Sortiment an Holzarten und Behandlungen, die den neuesten Vorschriften entsprechen. Wir beraten Sie gerne zu den besten brandsicheren Lösungen und sorgen dafür, dass jedes Bauprojekt sicher, stilvoll und regelkonform umgesetzt wird.
Finden Sie nicht, was Sie suchen? Kontaktieren Sie uns, nahezu alles ist bei uns möglich.