Montagemethoden für Holzfassadenverkleidungen
Die Montage von Holzfassadenverkleidungen kann auf verschiedene Arten erfolgen. In diesem Experten-Artikel erklären wir die gängigsten Methoden sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile pro Methode.
Verschiedene Methoden zur Montage von Holzfassadenverkleidungen
Rundkopf-Schraubnägel (Edelstahl)
Die am häufigsten angewandte Methode ist die Verwendung von Rundkopfnägeln. Rundkopfnägel werden auf zwei Arten befestigt.
- Mit der Hand; auf die altmodische Art mit einem Hammer können sie montiert werden. Dies ist die gängigste Methode und zudem die einfachste und kostengünstigste. Der Nachteil ist, dass es etwas langsamer geht und somit mehr Zeit in Anspruch nimmt. Darüber hinaus ist die Montage bei weicheren Holzarten wie thermisch modifiziertem Holz anfälliger für Beschädigungen. Wenn man mit dem Hammer danebenschlägt, kann schneller eine Delle im Holz entstehen.
- Nagel- oder Klammergerät oder Tacker. Dies kann sowohl mit Luftdruck über einen Kompressor als auch mit einem Akku erfolgen. Der Vorteil ist, dass dies viel schneller geht als von Hand. Ein möglicher Nachteil ist, dass Holz an verschiedenen Stellen nie gleich hart oder weich ist, wodurch Stellen entstehen können, an denen die Nägel hervorstehen oder im schlimmsten Fall sogar zu tief sitzen, was das Holz beschädigt.
- Achtung; verwenden Sie keine Stauchkopfnägel oder große Klammern, die vollständig im Holz verschwinden. Diese beschädigen das Holz leicht an der Stelle, an der sie eindringen, wodurch die Verwitterung des Holzes dort lokal schneller voranschreitet, da sich an diesen Stellen Feuchtigkeit ansammeln kann.
Vorteile;
- Einfach; kein teures Equipment nötig. Einfach mit einem Hammer selbst zu montieren Ordentlich; die Nägel ergeben ein ordentliches Bild.
- Günstig; rechnen Sie mit ca. 15 Nägeln pro m2, abhängig vom Profil, wodurch der Preis für Rundkopfnägel unter 1,50 € zzgl. MwSt. pro m2 liegt
Nachteile;
- Es besteht die Gefahr von Holzschäden. Durch Fehlsschläge mit dem Hammer können bei weicheren Holzarten schneller Dellen entstehen.
- Zeit; Kostet mehr Zeit und kann daher bei der Montage durch einen Fachbetrieb teurer sein.
Schrauben (Edelstahl)
Das Verschrauben ist eine aufkommende Montageform. Der große Vorteil dabei ist, dass es weniger endgültig ist als Nageln. Das Holz kann pro Brett einfach losgeschraubt, eventueel ausgetauscht oder behandelt und wieder an der Fassade angebracht werden. Bei Nut-und-Feder-Verbindungen können Sie durch das Losschrauben einige Bretter lösen und von der Fassade abnehmen.
Achtung: Sowohl beim Schrauben als auch beim Nageln ist es sehr wichtig, dass Sie Edelstahl-Nägel (RVS) verwenden. Bei der Verwendung von Nicht-Edelstahl oder falschen Edelstahl-Nägeln beginnt das Holz zu „weinen“. Der Rost der Nägel wird nach unten hin Flecken bilden.
Vorteile;
- Einfach; keine teuren Geräte erforderlich. Einfach mit einem Akkuschrauber selbst zu montieren.
- Flexibel; einfaches Abnehmen eines Bretts zur Behandlung oder zum Austausch.
- Günstig; rechnen Sie mit ca. 15 Schrauben pro m2, abhängig vom Profil, wodurch der Preis hierfür bei 2,50 € zzgl. MwSt. pro m2 liegt.
Nachteile;
- Zeit; Kostet mehr Zeit und kann dadurch bei der Montage durch einen Fachbetrieb teurer sein.
Achtung: Sowohl beim Schrauben als auch beim Nageln ist es sehr wichtig, dass Sie Edelstahlnägel verwenden. Bei der Verwendung von Nicht-Edelstahl oder falschen Edelstahlnägeln beginnt das Holz zu „weinen“. Der Rost der Nägel wird nach unten hin Flecken bilden.
Auf der Abbildung ist gut zu sehen, was passiert, wenn Sie nicht mit dem richtigen Material aus Edelstahl arbeiten. Die Schrauben auf dem Foto sind zwar aus Edelstahl, die Unterlegscheiben dahinter jedoch nicht. Da diese zu rosten begonnen haben, ist sehr deutlich sichtbar, welche Auswirkungen dies auf die Fassadenverkleidung (in diesem Fall Western Red Cedar) hat.
Montagetipp: Spannen Sie eine Schnur über die gesamte Fassade, damit die Nägel genau in einer Linie sitzen. Auf dem untenstehenden Foto ist dies deutlich zu sehen. Das Holz auf der Abbildung ist Red Cedar mit Ästen (auch Tight Knotty oder WRC STK genannt).
Clips (unsichtbare Montage)
Clips sind eine Montageform, die häufig bei der Verlegung von Terrassendielen vorkommt. Sie können auch bei der Montage von Fassadenholz angewendet werden, allerdings muss dies beim Hobeln berücksichtigt werden. Man versieht die Bretter dann mit einer zusätzlichen Nut an den Seiten des Holzes.
Blinde Montage von Holzteilen mittels Clipsystem
Clips sind eine Montageform, die häufig bei der Verlegung von Terrassendielen vorkommt. Sie können auch bei der Montage von Fassadenholz angewendet werden, allerdings muss dies beim Hobeln berücksichtigt werden. Man versieht die Bretter dann mit einer zusätzlichen Nut an den Seiten des Holzes.
Vorteile;
Einheitliches Erscheinungsbild der Fassade
Schnelle Montage
Flexibel; auch einfach wieder zu demontieren
Nachteile;
Schwerer zu beschaffen: Das Holz muss bereits im Vorfeld passend gehobelt werden. Dies selbst oder nachträglich zu tun, ist eine sehr arbeitsintensive Aufgabe.
Preis: Ein Clipsystem wie B-Fix macht eine Fassade, abhängig von der Breite der Bretter, schnell um ca. 15–20 € zzgl. MwSt. pro m² teurer.
Abschluss an Ecken und Rändern: Dies ist oft schwierig. Es ist zwar mit speziellen Start- und Endclips machbar, kann jedoch unhandlich sein.
Zerbrechlich: Bei Fassadenholz von ca. 18 mm Stärke sind die Nuten recht anfällig. Beim Festschrauben kann das Holz leicht beschädigt werden, wodurch direkt das ganze Brett unbrauchbar wird.
Clips (unsichtbare Montage) Klicksysteme
Es gibt mehrere Anbieter, die ebenfalls Klicksysteme für die Montage anbieten. Dabei wird eine Aussparung in das Holz gefräst. Durch diese Aussparung im Holz kann das Fassadenelement anschließend auf einen Clip geklickt werden, der hinter dem Holz auf Aluminiumschienen befestigt ist.
Vorteile;
- Flexibilität: Nach der Montage ist es zudem möglich, die Bretter einfach wieder zu demontieren. Sie können sie dann austauschen oder behandeln und anschließend wieder anbringen.
Nachteile;
- Preis: Das System ist recht kostspielig. Rechnen Sie mit einem Aufpreis von ca. 25 € bis 30 € zzgl. MwSt. pro m².
- Schwerer zu beschaffen: Das Holz muss bereits im Vorfeld passend gehobelt werden. Dies selbst oder nachträglich zu tun, ist eine sehr arbeitsintensive Aufgabe.
- Zerbrechlich: Bei Fassadenholz von ca. 18 mm Stärke sind die Nuten recht anfällig. Beim Einklicken der Bretter kann das Holz leicht beschädigt werden.