Fallende Längen / Wildverband bei Fassadenverkleidung

Holz-Fassadenverkleidung kann auf verschiedene Weise montiert werden.

Eine häufige Variante ist die Montage in fallenden Längen bzw. im Wildverband. Die passendste Befestigungsart hängt von jedem Projekt, der Fassade und der Fläche ab. Außerdem spielen auch persönlicher Geschmack sowie die Verfügbarkeit der Breiten und Längen des Holzes eine Rolle.

Auf dieser Expertenseite erklären wir Ihnen die Vorteile und möglichen Nachteile von fallenden Längen, auch Montage im „Wildverband“ genannt.

Fallende Längen bedeutet, dass verschiedene Längen des Fassadenholzes durcheinander montiert werden. Auf dem untenstehenden Bild ist zu sehen, wie dies aussieht.

Vorteile fallender Längen:

  • Am effizientesten: Da jedes Stück wiederverwendet werden kann, wird Abfall minimiert. Jedes Stück kann für den Beginn der nächsten Reihe verwendet werden. Diese Methode wird auch häufig beim Verlegen von Böden angewendet.
  • Kostengünstig: Mit dieser Methode benötigen Sie für Ihr Projekt am wenigsten Holz. Außerdem sind Sie nicht auf bestimmte Längen für Ihre Fassade festgelegt.
  • Räumlich/ästhetisch: Jede Fläche erhält dadurch ein verspieltes Erscheinungsbild. Auch bei größeren Flächen, z. B. für Bürogebäude oder mehrstöckige Wohnhäuser, bei denen eine Fuge aufgrund der maximalen Holzlängen notwendig ist, ergibt diese Montageart ein sehr sauberes und harmonisches Gesamtbild.
  • Flexibel: Um Tür- und Fensterrahmen sowie an Fassadenecken können kürzere Stücke eingesetzt werden, was die Montage erleichtert und eine bessere Passform gewährleistet.

Abbildung 1.1: Verschiedene Optionen der Fassadenverkleidung

 

Montagetipps für fallende Längen:

  • Fugen: Die Fugen zwischen den verschiedenen vertikalen Teilen können durch schräges Abschneiden der Bretter unter einem Winkel von ca. 45 Grad ausgeglichen werden. Dies sorgt für optimale Wasserableitung. Auf dem untenstehenden Foto sehen Sie eine Nahaufnahme der Montage mit abgeschrägten Kanten.
  • Hinterholz: Um die Fugen optimal auszugleichen, können Sie aus Reststücken des Hinterholzes an der Stelle, an der sich die Bretter treffen, eine zusätzliche Lüftungsleiste anbringen. Bei thermisch modifiziertem Holz ist ein Abstand von 6 bis 10 mm ausreichend.
  • Horizontal und vertikal: Sowohl vertikale als auch horizontale Fassadenverkleidungen können im Wildverband bzw. mit fallenden Längen montiert werden.
  • Holzlängen: Kaufen Sie Holz in verschiedenen Längen und verwenden Sie diese durcheinander. So vermeiden Sie ein erkennbares Muster oder Rhythmus im Fassadenbild.

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